18 August, 2015

Festival review... DAS FEST (+Deutsch)

'Das Fest' 2015

 

Every year on the last weekend of July the festival 'Das Fest' takes place in the city of Karlsruhe in the southwest of Germany. For three days a, normally quiet, park in the city centre becomes the stage for artists and bands such as: Clueso, Moop Mama, The Subways, The Kooks and Fritz Kalkbrenner.

To be fair 'Das Fest' is a small festival in comparison to others taking place at the moment, but it has a special character. The stage build-up is rather different at 'Das Fest'. The stage is built directly in front of a little hill, which is called 'Mount Klotz' and works as a stand for all visitors. At first this makes for a weird sight but that changes once the area is full up with people. After that it's just beautiful.

 

Friday

My festival experience started on Friday with the German singer Clueso. I attended his set without big expectations, but was positively surprised by the 35 year old guy in playing a great show by doing his own mix from electro, pop, reggea and rap.

The whole crowd started to clap, dance and sing to his music just moments into his set. 

But the show and the atmosphere of Clueso was nothing in comparison to what came after that.

The band Moop Mama outplayed everything I had seen before. It was such a pity that they came on stage already announcing that they would only be able to play some minutes due to a big storm coming. After 15 minutes the festival management realised that it was to dangerous to continue the show and the whole area got evacuated.

Despite their short time on the stage, their 'Urban Brass' (their own genre ) was the highlight of the festival for me and I'm already looking forward to seeing them again next year here in Karlsruhe, as they have already been invited to continue with their show.

 

Saturday

Saturday afternoon was also disturbed by a storm. The first acts were canceled because of wind speeds of up to 85 km/h.

Fortunately The Subways were allowed to play as planned at 7 pm.

The British indie-rock band who released a new album at the beginning of the year started as the second act of the day. Although they only knew German sentences like: 'I would like to have a beer', they succeeded at communicating with the audience and provided a great atmosphere with a mixture of their popular songs such as 'Rock & Roll Queen' and their new (and in Germany) not that popular songs.

The concert I was really looking forward to was that of The Kooks. I had hoped for a show full of interaction between the band and their audience. But the band only played their songs in "studio-mode" not acknowledging that they were in front of a crowd of people. In addition, the whole concert was disturbed by a screaming mass of teenie-girls who made sure that the music itself was unenjoyable.

Of course that's not The Kooks' fault but apart from that, their show was far worse than their music. 

 

Sunday

My first act on Sunday was the German band AnnenMayKantereit. The pop-rock band from Cologne consists of the three men Christopher Annen, Henning May and Severin Kantereit and they seriously proved  that the current hype around them is absolutely justified.

At 9 pm the last act of this year's festival came onstage. Despite the annoying rain DJ Fritz Kalkbrenner celebrated the end of the festival with his composition of technobeats and melodic parts. 

In my opinion Das Fest is a very special festival with a unique atmosphere. Besides that, you can enjoy this spectacle for 5€ a day which is really not a lot - especially considering the bands on show. 



DEUTSCH 

Das Fest 2015

 

Jedes Jahr am letzten Wochenende im Juli findet in der Günter-Klotz Anlage in der kleinen Großstadt Karlsruhe im Südwesten Deutschlands, Das Fest statt. Für drei Tage wird die normalerweise recht ruhige Parkanlage inmitten von Karlsuhe zum Schauplatz für Künstler wie in diesem Jahr: Clueso, Moop Mama, The Subways, The Kooks und Fritz Kalkbrenner.

Das Fest ist zugegebenermaßen ein eher kleines Festival, das allerdings einen ganz besonderen Charakter hat. Normalerweise gibt es bei Festivals die Bühne, und davor eine große Fläche für die zahlreichen Besucher. Hier ist es so, dass die Hauptbühne direkt vor einem Hügel, der von den Karlsruhern „Mount Klotz“ genannt wird, steht. Das ist anfangs ein seltsamer Anblick, doch wenn der Hügel dann für tausende Menschen zur Tribüne wird ist der Anblick überwältigend.

 

Freitag

Das Festival startete für mich mit dem Erfurter Sänger Clueso, zu dem ich ohne große Erwartungen hinging. Allerdings lieferte der 35 Jährige mit seinem eigenen Mix aus Elektro, Pop, Reggae und Rap eine starke Show ab.

Bereits nach den ersten Tönen begann das Publikum mitzuklatschen, mitzutanzen und mitzusingen.

Diese Show und die Stimmung war allerdings noch nichts gegen das, was danach kam. Die Band Moop Mama toppte alles, was ich davor an Shows gesehen habe. Leider kamen sie schon auf die Bühne mit den Worten: „Wir müssen jetzt von 0 auf 100 starten, denn es kann sein, dass wir nur wenige Minuten spielen können“. Das rührte daher, dass von Westen her ein gewaltiges Unwetter heranzog, das eventuell auch das Festivalgelände überziehen könnte. 

Moop Mama gaben ihr bestes und spielten was das Zeug hielt und das Publikum machte trotz schon beginnenden Regens mit, wie es sich Clueso nur hätte erträumen können. Leider bewahrheitete sich die Prognose der Festivalleitung und nach nicht einmal 15 Minuten sahen Moop Mama die rote Karte und das Festivalgelände musste evakuiert werden. 

Trotz der kurzen Spielzeit sind Moop Mama mit ihrem Genre „Urban Brass“ mein Highlight dieses Festivals gewesen und ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr, wo sie schon jetzt wieder eingeladen sind hier auf Das Fest ihre Show fortzuführen.

 

Samstag

Auch der Samstag stand noch im Zeichen des Unwetters. Die ersten Auftritte wurden wegen Sturmwarnungen abgesagt, da die Veranstaltung bei bis zu 85 km/h Windgeschwindigkeit zu gefährlich sei.

Glücklicherweise konnten The Subways um 19.00 Uhr wie geplant beginnen.

Die britische Indie-Rock Band, die Anfang diesen Jahres auch ein neues Album veröffentlichte, trat als zweiter, anstatt wie geplant als fünfter Act des Tages auf.

Die Band schaffte es, trotz sehr spärlicher Deutschkenntnisse, sehr gut mit dem Publikum in Kontakt zu treten und machten eine Riesenstimmung, so dass es große Laune machte ihnen zuzuhören.

Etwas anders war das bei The Kooks, die ich mit großen Erwartungen besuchte. Ich hoffte auf eine ähnlich publikumsnahe Show wie bei The Subways. Leider wurden meine Erwartungen in keinster Weise erfüllt. Die Band war absolut nicht am Publikum interessiert und spielte einfach nur ihre Songs runter, ohne in irgendeiner Weise auf uns, die Zuhörer, einzugehen. Zusätzlich wurde bedauerlicherweise das Konzert von zahlreichen schreienden Teenie-Mädchen gestört, die für mich die Stimmung ruinierten. 

Natürlich kann die Band für diesen letzten Aspekt in erster Linie nichts, doch trotzdem können The Kooks zwar sehr gute Musik machen,doch ihre Liveshow bleibt leider weit hinter ihrer Musik zurück.

 

Sonntag

Mein erster Act am letzten Tag des Festivals war die deutsche Pop-Rock Band, AnnenMayKantereit. Die gerade bekanntwerdende Kölner Gruppe, die sich aus den Männern Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit zusammensetzt, stellte unter Beweis, dass der aktuelle Hype um sie durchaus gerechtfertigt ist. Allerdings wurde für mich das Konzert, wie auch schon bei The Kooksvon vielen kreischenden Teenie-Mädchen gestört, was allerdings bei dieser Band auch zu erwarten war.

Um 21 Uhr kam dann als letzter Act des Festivals der DJ Fritz Kalkbrenner auf die Bühne. Dieser ist allerdings nicht zu verwechseln mit seinem etwas erfolgreicheren Bruder Paul Kalkbrenner, was offenbar einigen Gästen passiert ist. Dass Fritz Kalkbrenner noch nicht so erfolgreich ist wie sein Bruder, soll aber nichts heißen. Der Mitte 30-Jährige lieferte mit seinen Kompositionen aus Technobeats und melodischen Elementen eine sehr gute Show ab und feierte mit seinen Fans trotz starken nervigen Regens gemeinsam in das Ende des Festivals hinein.

 

Zum Abschluss ist zu sagen, dass Das Fest ein ganz besonderes Festival ist, mit einer deutlich anderen Atmosphäre als bei anderen Festivals. Außerdem bekommt man dieses dreitägige Spektakel schon für 5€ pro Tag zu sehen, was angesichts der Headliner mehr als Solidaritätsbeitrag als als Eintritt gesehen werden kann.



Paul Klär